Diese Diashow benötigt JavaScript.

News


Fuck Fast Fashion – Protest gegen die Münchner Primark Eröffnung (am 17.05.2018)

Der Textilriese Primark, der preislich meist noch unter dem Niveau anderer Fast-Fashion-Größen, wie H&M und Zara liegt, steht wie kein Anderer exemplarisch für die Ausbeutung von Mensch und Natur in der heutigen Textilindustrie.

Viele ehrenamtliche Akteur*innen, Engagierte und Freiwillige haben sich heute zusammengeschlossen, um Primark zu zeigen, dass sie in München nicht willkommen sind. Doch die Akteur*innen wollen nicht nur ihren Protest zum Ausdruck bringen, sondern aufklären und Informationen zur Verfügung stellen: In unserer heutigen Externalisierungs-Gesellschaft sind die Auswirkungen des 4,99€ billigen T-Shirts nicht zu sehen oder zu spüren, da diese ausgelagert wurden. Sämtliche konventionelle Textilproduktion fußt auf Ausbeutung der Arbeiter*innen (Monatslohn in Bangladesch, durchschnittl. 80-90€ für 10Std./Tag, 6Tage/Woche), auf fehlenden Sicherheitsstandards, massiver Umweltverschmutzung (bis zu 3.500 giftige, teils krebserregende Chemikalien), fehlender Abwassersysteme, CO2-intensivem Transport, etc.

München fair fashion bietet Handlungsmöglichkeiten, zeigt auf, wie man sich hier vor Ort mit teils lokal produzierter, fairer und vor allem stylisher Mode eindecken kann. Denn Shopping mit reinem Gewissen macht Spaß!

geschrieben von: NoSFo

Film-Tipp: True Cost – Der wahre Preis unserer Kleidung

Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt.

Wer würde schon eine Hose kaufen, wenn er wüsste, dass dafür ein Kind verdursten musste oder die Näherin der Hose in den Trümmern einer eingestürzten Fabrik gestorben ist? „The True Cost“ zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.

Artikel zum Film:

http://www.zeit.de/kultur/film/2016-01/fashionweek-berlin-the-true-cost-der-preis-der-mode-nachhaltigkeit

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-28062015-108.html

http://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/andrew-morgan-ueber-seinen-film-the-true-cost-13609237.html

Firmen-Check „Im Stich gelassen“ der Clean Clothes Kampagne

Die Clean Clothes Campaign hat 2013-2014 in neun Ländern Europas sowie der Türkei ausführliche Recherchen durchgeführt und Arbeiter_innen zu ihren Lohn- und Lebenssituationen befragt.

Das Fazit: „Made in Europe“ ist keine Garantie für gute Arbeitsbedingungen. Die Differenz zwischen Mindest- und Existenzlohn ist in Rumänien oder Bulgarien teilweise größer als in Asien.

Hier könnt ihr die Ergebnisse der Studie anschauen.

Im Stich gelassen – Armutslöhne für Textilarbeiterinnen in Osteuropa und der Türkei

Firmencheck 2014

Studie „Im Stich gelassen“ (pdf)

Tagesschau.de: 100 Tage Textilbündnis: Hoher Anspruch, geringe Wirkung

Stand: 23.01.2015 16:00 Uhr Von Eva Lodde, NDR, ARD-Hauptstadtstudio

Vor 100 Tagen rief der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Müller, das Bündnis für nachhaltige Textilien ins Leben. 59 Organisationen und Firmen sind mittlerweile beigetreten – die großen Textilunternehmen wie Adidas, Aldi, Hugo Boss und H&M fehlen weiterhin. Konkrete Fortschritte sind nicht zu sehen.

Hier geht es zum vollständigen Artikel.

CiR: Grüne Modefirmen, Siegel und Standards unter der Lupe

Immer mehr KonsumentInnen achten beim Einkauf von Textilien auf Nachhaltigkeit. Ökologisch korrekt und fair hergestellt soll die Kleidung sein, ohne Einsatz von Pestiziden oder 90 Stunden-Wochen der NäherInnen. Doch woran erkennen wir entsprechende Textilien? Zahlreiche Siegel und Standardinitiativen sind mit dem zunehmenden Trend des ethischen Konsums ins Leben gerufen worden. Aber was verbirgt sich hinter den bunten Logos und wohlklingenden Standards?

Hier bietet die Christliche Initiative Romero (CiR) einen guten Überblick über die Siegel und ihre Bedeutung in den Bereichen bio, fair und öko.

ZDF-Sendung auslandsjournal vom 7. Januar 2015  Textilarbeiter in Pakistan: außendienst mit Näharbeit

Sie locken mit unschlagbaren Angeboten. Ein cooles Outfit fürs kleine Portemonnaie. Kein Problem für Kleidungs-Discounter in Europa oder den USA. Billiglöhne in Südostasien machen es möglich. Der außendienst macht den Selbstversuch als Näher in einer Textilfabrik in Pakistan.

Hier könnt ihr das Video dazu anschauen.

Sendung der ZDF-Reihe WISO vom 13.10.2014  zum Thema Textilsiegel

Saubere Mode und „Greenwashing“

Was ist uns anständig produzierte Kleidung wert?

Das ganz normale T-Shirt einer großen Textilkette kostet 4,95 Euro. Immer noch. Seit fast 20 Jahren. Die Bedingungen unter denen solche Textilien entstehen, kennen wir eigentlich alle. Und nehmen sie zumeist in Kauf. Vor allem der Preis und das Aussehen entscheiden, was wir kaufen. Textilsiegel spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Zudem gibt es hunderte davon. Der Durchblick für den Verbraucher ist schwer. Doch der Blick nach fair produzierter Kleidung lohnt, denn die Auswahl wird immer größer. Und bezahlbar ist die saubere Mode auch noch.

Hier könnt ihr die Videos aus der Sendung anschauen.

Video 1:Verkaufstest mit sauberer Mode: Der Blick nach fair produzierter Kleidung lohnt, denn die Auswahl wird immer größer. Und bezahlbar ist die saubere Mode auch noch. Wieviel sind Passanten bereit, für solche Textilien zu zahlen? (13.10.2014)

Video 2:Textilsiegel: Bio, öko und fair Textilsiegel sollen einen Herkunfts- und Gütenachweis für Bekleidung erbringen. Wir stellen drei Textilsiegel vor: „bluesign”, „respect-code” und “bioRe”. Sie sind bei Verbrauchern kaum bekannt. (13.10.2014)

Video 3: Designermode aus Müll: Eine pfiffige Modedesignerin aus Tallinn macht Mode aus Müll. Upcycling nennt sich das. Bei jedem T-Shirt-Schnitt entstehen 40 Prozent Stoffabfall, daraus lässt die Modedesignerin ihre Kollektion produzieren. (19.08.2014)

 

 

17.10.2014: Südkurier

Neues Textil-Siegel für ein gutes Gewissen

Wer morgens in sein Sakko schlüpft, weiß in der Regel nicht, unter welchen Bedingungen es in armen Ländern produziert wurde. Das will Entwicklungsminister Müller nun mit einem Textil-Bündnis ändern. Doch längst nicht alle Textil-Unternehmen ziehen mit.

Frauen und Männer arbeiten in einer Textilfabrik in Dhaka in Bangladesch. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will im kommenden Jahr ein neues Gütesiegel für Textilprodukte einführen, das für faire Produktionsbedingungen stehen soll.  Bild: dpa

Sie waten durch Chemikalien, die in Deutschland schon lange verboten sind, sie arbeiten für Löhne von 25 Cent und weniger die Stunde und werden, sobald sie schwanger sind, fristlos entlassen. Wenn Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) das Schicksal der Arbeiterinnen in den Textilfabriken in Bangladesch oder Kambodscha beschreibt, kommt ihm immer wieder ein Besuch im Augsburger Textilmuseum in den Sinn. Wie den armen Webern im Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts, sagt er dann, gehe es heute vielen dieser Frauen – den Sklavinnen der Globalisierung.

Mit seinem „Bündnis für Textil“ will Müller nun dafür sorgen, dass Hersteller, Händler und Kunden nicht mehr die Augen vor Zuständen wie in Bangladesch verschließen, wo im vergangenen Jahr eine einstürzende Textilfabrik mehr als 1000 Menschen unter sich begrub. Das Ziel der gestern gestarteten Initiative, der sich bisher rund 30 Unternehmen und Verbände angeschlossen haben, ist unter anderem ein neues Gütesiegel, der sogenannte grüne Knopf. Er soll garantieren, dass bei der Herstellung einer Jeans oder eines Hemdes von der Baumwollernte bis zum Kleiderbügel gewisse soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten werden. Dazu gehört auch ein Verbot der Kinderarbeit.

……….

Große Konzerne wie Adidas, Aldi oder C&A sind dem Bündnis bisher nicht beigetreten.

Mehr Informationen gibt es unter www.suedkurier.de/nachrichten/wirtschaft/themensk/Neues-Textil-Siegel-fuer-ein-gutes-Gewissen;art410950,7332012

 

15.10.2014: Streik in Kambodscha
Quelle: #untragbar

„Wir werden streiken, egal was dabei passiert und wenn ich dabei sterbe.“

In Kambodscha demonstrieren wieder Textilarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und eine Erhöhung des Mindestlohns. Eine halbe Million Menschen arbeitet dort in rund 500 Textilfabriken, sie stellen Kleidung und Schuhe für H&M, GAP, Levis, Adidas, ZARA und andere große Textilmarken her.
In den ersten acht Monaten diesen Jahres hat Kambodscha Textilien im Wert von fast vier Milliarden US Dollar in die ganze Welt exportiert, Tendenz steigend. Eine Näherin verdient aber so wenig, dass sie von ihrem Lohn kaum die Familie ernähren kann, erzählt mir die Aktivistin Sean Sophon, 41. Warum sie sich engagiert, welche Risiken sie dabei in Kauf nimmt und warum sie in Deutschland nach Unterstützung sucht, erzählt sie im Interview in Berlin.

Das Interview gibt es unter der Kampagnen-Seite #untragbar

 

12.08.2014 Pakistan

Kampagne gegen KiK und Partner in Pakistan

#untragbar: unzureichende Entschädigung nach Brand in Textilfabrik


NTUF startet Kampagne für angemessene Entschädigung mit einer öffentlichen Protestaktion. (Foto: NTUF)

Am 11.09.2012 verbrannten in der pakistanischen Textilfabrik Ali Textiles 259 Menschen bei lebendigem Leib. Die Fabrik arbeitete fast ausschließlich im Auftrag des deutschen Discounters KiK und war zum Betrieb einer Textilproduktion baulich völlig ungeeignet.
Die pakistanische Gewerkschaft National Trade Union Federation (NTUF) hat jetzt eine Kampagne zum zweiten Jahrestag des Brandes gestartet und fordert auch von KiK echte Entschädigung für die Opfer und Hinterbliebenen.

hier erfahrt ihr mehr

11.08.2014 Bangladesch

Hungerstreik bei Lidl-Zulieferer gewaltsam beendet

Textilarbeiter kämpfen weiter um Geld, Jobs und für Verhaftung des Eigentümers

Am Freitag, dem 7. August, dem elften Tag des Hungerstreiks von 1600 Textilarbeiterinnen und –arbeitern, hat die Polizei das von den Streikenden besetzte Fabrikgebäude gewaltsam geräumt, 50 der Streikenden wurden schwer verletzt. Zugleich haben der Lidl-Zulieferer Tuba Group und der Unternehmerverband BGMEA einen Teil der Forderungen der Streikbewegung erfüllt.

weitere Infos gibt es hier

 

05.08.2014 Bangladesch

TextilarbeiterInnen im Hungerstreik für Lohnzahlung bei Lidl-Zulieferer in Bangladesch

„Das einzige, was uns hilft, ist Öffentlichkeit“


Gewerkschafterin Mushrefa Mishu ist in Hungerstreik getreten, um nicht bezahlte Löhne einzufordern. (Foto:bdnews.com)

Es ist der neunte Tag des Hungerstreiks von 1600 Beschäftigten des bangladeschischen Textilherstellers Tuba Group. 205 der Streikenden befinden sich mittlerweile in Lebensgefahr. Die 1300 Frauen und 300 Männer fordern die sofortige Auszahlung ihrer seit drei Monaten ausstehenden Löhne und die Auszahlung des ebenfalls verweigerten Sondergelds zum Eid-Fest, dem Feiertag zum Ende des Ramadan. Mushrefa Mishu ist Präsidentin der Gewerkschaft Garment Workers Unity Forum (GWUF) und von Anfang an am Hungerstreik beteiligt. Sie ist seit gestern erkrankt und wird wie andere Streikende vor Ort medizinisch behandelt.

Ein Interview mit Mushrefa Mishu könnt ihr hier lesen

 

29.07.2014 Pakistan

Erneuter Brand in pakistanischer Textilfabrik

Auftraggeber wieder europäische und US-amerikanische Modefirmen

Zwei Arbeiter an Rauchvergiftung gestorben. Nur ein Zufall rettet den Großteil der Belegschaft.

Am vergangenen Samstagnachmittag brach in der Lasania Garment Factory im Industriegebiet Landhi in Karatschi (Pakistan) ein Feuer aus. Die Löscharbeiten zogen sich bis zum frühen Sonntagmorgen hin. Im dritten Stock des Gebäudes stieß die Feuerwehr auf die Leichname des Wachmanns Abdul Qayoom (55) und des Vorarbeiters Muhammad Ashraf (42), beide waren im dichten Qualm erstickt.

weitere Infos gibt es hier

 

Am 26. Juni in B5 aktuell zu hören:

Primark-Skandal Hilfeschreie in Kleidung gefunden

„SOS!“ und „Degrading sweatshop conditions“: Diese Botschaften wurden auf Etiketten des Billigmodelabels Primark entdeckt. Angebracht wurden sie wahrscheinlich von asiatischen Näherinnen. Das Unternehmen zweifelt.

Von: Johannes Berthoud Stand: 26.06.2014

Hilfeschrei von Arbeiterinnen auf Primark Etikette | Bild: Screenshot Twitter, Rebecca Jones

Die Klamotten bei Primark sind nicht einfach nur billig, sondern spottbillig: Die irische Kette verkauft T-Shirts, die weniger als drei Euro kosten. Dass da für humane Arbeitsbedingungen nichts mehr übrig bleibt, liegt auf der Hand. Und genau deswegen stand Primark auch schon mehrfach in der Kritik – zuletzt vergangenes Jahr, als eine Fabrik eingestürzt ist, in der Primark produzieren ließ und 1.100 Arbeiterinnen gestorben sind.

Jetzt gibt es einen neuen Skandal: In den letzten Tagen sind in Kleidungsstücken Nachrichten gefunden worden – Hilfeschreie aus den Fabriken, versteckt auf Etiketten, die in die Klamotten eingenäht wurden. Die erste Botschaft lautete „forced to work exhausting hours“ – also „zur Arbeit bis zur Erschöpfung gezwungen“.

T-Shirts für weniger als drei Euro? Unmenschlich, aber bei Primark möglich.

In Belfast hat eine Kundin eine weitere Notiz gefunden – in einer alten Primark-Hose, die nie getragen wurde. Die Botschaft ist auf Chinesisch verfasst und bedeutet ungefähr: „Wir arbeiten 15 Stunden am Tag. Unser Essen ist noch schlimmer als das von Schweinen und Hunden. Unsere Arbeit ähnelt der von Ochsen und Pferden.“ Auf Anfrage der BBC meinte Primark, dass das betroffene Hosenmodell zuletzt im Oktober 2009 verkauft worden sei. Die Arbeitsbedingungen seien seitdem mehrfach kontrolliert worden.

Das Problem liegt tiefer

Ein drittes Hilfe-Etikett mit dem Text „Degrading sweatshop conditions“ hat Rebecca Jones aus Wales in ihrem Kleid entdeckt – und ein Foto davon getwittert. Daraufhin hat die Firma auf ihrer Website reagiert: Primark will alle Vorfälle untersuchen und aufklären – zweifelt aber daran, dass die Botschaften echt sind.

Wer auch immer die Nachrichten in den Kleidungsstücken versteckt hat, ob die Näherinnen selbst oder zum Beispiel eine Menschenrechtsorganisation: Fraglich bleibt, ob sich durch die Etiketten und die negative Publicity für Primark tatsächlich etwas an den Arbeitsbedingungen ändert. Denn wenn Primark weiter an der Billo-Philosophie festhält und modeaffine Sparfüchse weiter in die Läden rennen, wird die Firma auch weiter billig produzieren lassen – und die Arbeiterinnen ausbeuten.

Aus der Kampagne: Das ist #untragbar-
Gegen die Masche der Textilindustrie

02.06.2014

Die Schande von Rana Plaza, die Schande von Ali Textile, die Schande deutscher Textilunternehmen.
Eine persönliche Wortmeldung von Südasienreferent Thomas Seibert

Der erste Jahrestag des Einsturzes der Rana Plaza-Fabrik in Dhaka/Bangladesch hat in den deutschen Medien große Aufmerksamkeit und Anteilnahme gefunden. Der Brand der Fabrik Ali Textile in Karatschi/Pakistan, die allein im Auftrag des deutschen Discounters KiK arbeitete, jährt sich im kommenden September zum zweiten Mal. Sollen die Opfer und Überleben überhaupt eine Chance auf Entschädigung haben, dann muss der zweite Jahrestag des Brandes bei Ali Textile mindestens dieselbe Aufmerksamkeit und Anteilnahme finden.

Wir, die zwangsweisen Käuferinnen und Käufer der von diesen Unternehmen verkauften Jeans, T-Shirts und Hemden, können dazu etwas beitragen, jede und jeder von uns. Vielleicht wird das nicht reichen, aber wir können es versuchen, ich denke, wir müssen es versuchen. Warum, weshalb und wieso – darum geht es in diesen Zeilen. Ich schreibe sie zugleich in eigenem Namen und von Berufs wegen. Letzteres als Mitarbeiter von medico international, ersteres aus unmittelbarer Erfahrung.

Ich habe in Dhaka und Karatschi mit Überlebenden der insgesamt drei Fabrikkatastrophen der letzten beiden Jahre gesprochen, auch mit den Überlebenden des Brandes bei Tazreen Fashion ebenfalls in Dhaka, bei dem über 100 Menschen gestorben sind: der zweite Jahrestag dieser Katastrophe wird im November diesen Jahres sein. Ich habe in beiden Städten an den Gräbern gestanden, in denen die nicht identifizierbaren Leichname von Rana Plaza, Tazreen Fashion und Ali Textile bestattet wurden: unbekannte Näherinnen und Näher. Seit dem Brand in Karatschi und dem Brand in Dhaka, seit dem Einsturz von Rana Plaza begleiten wir von medico Gewerkschaftlerinnen und Gewerkschaftler in Bangladesch und Pakistan in ihrem nahezu aussichtslosen Kampf gegen amerikanische, europäische und deutsche Textilunternehmen. Sie führen diesen Kampf seit langen Jahren, sie werden ihn auch nach dem kommenden September fortführen, und sie sind dabei auf unsere Hilfe und Solidarität angewiesen.

titelbildfacebookjpg

Wie ihr solidarisch sein könnt und NäherInnen in Südasien unterstützen könnt, erfahrt ihr bei der Kampagne untragbar unter der Rubrik Aktiv.
Hier ist von Flyer, Sprühschablone und Unterschriftenaktion für jeden etwas dabei!

 

Das WM-Tippspiel für FAIRTipper!

Die Fußball-Weltmeisterschaft startet am 12. Juni 2014. Adidas, Puma, Nike & Co. haben sich längst in Position gebracht und für hunderte Millionen Euro Ausstatterverträge mit den Nationalteams abgeschlossen. Adidas ist einer der Hauptsponsoren. Die ganze Welt soll auf den Adidas-Ball schauen. Doch für die NäherInnen, welche die Trikots, Hosen, Bälle und Schuhe nähen, läuft es nicht so rund. Das Tippspiel der Christlichen Initiative Romero bietet EinzeltipperInnen und Tippgruppen Fußball-Spaß mit Köpfchen: Tippen und gleichzeitig mehr über die Arbeitsbedingungen hinter der schönen Werbefassade in den Textilfabriken erfahren. Außerdem warten tolle, faire Gewinne auf die besten TipperInnen!
Viel Spaß!

Und hier geht´s zum Tipp-Spiel

Hier kannst du dich auch an einer Protestmail an Adidas beteiligen, um gerechtere Löhne für die NäherInnen zu fordern.

Free the 23!

Im Januar 2014 wurden 23 TextilarbeiterInnen in Kambodscha aufgrund eines Streiks für bessere Löhne in Phnom Penh von der Polizei gewaltsam festgenommen und inhaftiert.
Am Morgen des 30. Mai 2014 wurde nun verkündet, dass alle seit 140 Tagen Inhaftierten entlassen werden. Zwei Stunden später gegen 11.00 Uhr wurden die Freigelassenen von Vertretern des Community Legal Education Center (CLEC) und zahlreichen UnterstützerInnen empfangen. Gemeinsam marschierten sie mit erhobenen und geballten Fäusten durch die glückliche Menge und wurden begrüßt.
Ohne stichhaltige Beweise wurden zwar alle für schuldig befunden und zu Haftstrafen bis über vier Jahren verurteilt. Die Strafen wurden jedoch ausgesetzt und alle sind frei.
Dies ist ein Teilerfolg. Die Anwälte der ursprünglich 25 Inhaftierten werden in Berufung gehen, um die Strafen für alle komplett zu stoppen.

Kleidertauschpartys in München

Hier findet ihr die Veranstalter und aktuellen Termine von Kleidertauschpartys in München.

Kleidertausch von Green City e.V.

Die nächste Kleidertauschparty von Green City e.V. findet am Samstag und Sonntag, 31. Mai und 1. Juni 2014  auf dem Streetlife-Festival statt. Wenn auch Dein Kleiderschrank überquillt, sortiere nicht mehr benötigte Textilien aus und bringe sie bei der nächsten Kleidertauschparty vorbei.

Kleidertausch im EineWeltHaus – Münchens größter Kleidertausch

Nichts Passendes im Kleiderschrank? Zu viele Kleidungsstücke und doch nicht die Richtigen? Oder einfach nur Lust auf eine Veränderung? Dann auf zum Kleidertausch im EineWeltHaus – dreimal jährlich, jeweils im Frühling, Sommer und Herbst!
Termine 2014: 23.3.14 / 20.7.14 / 23.11.14

Viel Spaß beim Tauschen!

 

KonsuManiac: Check deinen Einkauf

Quelle:

http://www.umweltbildung.at/online-materialien/interaktive-tools.html

Mit dem KonsuManiac kannst du einen spielerischen Blick hinter die Kulissen des eigenen Einkaufs werfen! Besuche doch mal das Modegeschäft im KonsuManiac. Dort findest du viele spannende Informationen und Filme über Baumwolle-T-Shirts, Tops, Hosen, Jacken, Wollpullover und Lederschuhe. Viel Spaß!

Hier geht´s weiter zum KonsuManiac – Check deinen Einkauf

In WM-Kleidung steckt oft giftige Chemie

Quelle:

http://www.welt.de/wirtschaft/article128181053/In-WM-Kleidung-steckt-oft-giftige-Chemie.html

Laut einer Untersuchung von Greenpeace enthalten Fußballschuhe und Torwarthandschuhe der namhaften Markenhersteller giftige Chemikalien. Die Unternehmen sprechen von „Panikmache“. Greenpeace ließ nach eigenen Angaben 21 Fußballschuhe, sieben Fußball-T-Shirts, vier Torwarthandschuhe und den WM-Fußball „Brazuca“ von unabhängigen Laboren untersuchen.

Hier könnt ihr euch die Studie und die Ergebnisse anschauen!